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Fotografie mit dem iPhone = iPhonographie

Natürlich die Fotografie mit dem iPhone. Viele schreiben diesen neuen Modebegriff übrigens gerne mit einem zusätzlichen „e“ in der Mitte – iPhoneographie –, aber ich find iPhonographie einfach besser. Jedenfalls hab ich mal ein paar erste Eindrücke und Empfehlungen von anderen aufgeschrieben und dazu auch gleich ein paar Apps verlinkt: iPhonographie

Update:

Nachdem ich mich in den vergangenen Wochen dem Thema Fotografieren mit dem iPhone statt der Spiegelrelfex ausgiebig gewidmet habe, stelle ich nach wie vor eine Grundskepsis bei mir fest. Das mag daran liegen, welche hohen Erwartungen ich an die technische Qualität einer Fotografie stelle. Ich beobachtete rückblickend, wie viel Zeit ich mit der Bildnachbearbeitung zubrachte und das war nicht wenig. Doch muss das wirklich sein?

Oft bekomme ich, meist im Zusammenhang mit Aufsätzen über historische Begebenheiten für ein Buch, alte Fotografien, die ich dann scannen muss. Die stammen aus Archiven wie Stadtarchiv Bremerhaven, Deutsches Schiffahrtsmuseum, Historisches Museum Bremerhaven oder Staatsarchiv Stade und sind aufgrund des damals technisch Machbaren oder aufgrund ihres Alters fast nie perfekt. Flecken, Kratzer, Fingerabdrücke, Vignetten oder unscharfe Motive aufgrund einfacher Objektive oder Bewegungsunschärfe wegen langer Belichtungszeiten sind häufige technische Fehler. Die Bildaussage und die Bildkomposition bleibt aber in jedem einzelnen Bild erhalten, egal wie schlecht der Zustand der Bildvorlage ist.

Müssen wir uns nicht langsam vom technisch Perfekten loslösen?

Das ist nicht leicht, wo uns doch allabendlich im Werbespot unseres Lieblingssenders das HD-Fernsehen schmackhaft gemacht wird, wo das iPad mit knackscharfer Wiedergabe wirbt und die Auflösungen in Digitalkameras und Smartphones stetig steigen. Besser, schärfer, mehr und mehr … Manchmal ist etwas schon so scharf dargestellt, das die Realität neidisch wird.

Gestern im Wartezimmer vom Hausarzt konnte ich mir einen Posterdruck von einem roten Doppeldeckerbus in London vor ansonstem schwarzweißen Bildmotiv in Ruhe anschauen und ich wunderte mich über die flauen Tiefen: kein echtes Schwarz, nur Grautöne, kein Weiß. Doch das Bild war so, wie ich mir London und die Szene vorstelle, mein Auge adpatierte das Motiv so, das ich es als stimmig empfand. Technisch aber war es eine Katastrophe.

Genauso ergeht es mir, wenn ich mir meine Aufnahmen vom iPhone anschaue. Doch objektiv betrachtet sind die Bilder stimmig, geht es doch erstmal um eine gute Bildaussage und erst danach kann ich mir Gedanken um die technische Qualität der Fotografie machen.

Was meint ihr zu diesen Gedanken?

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Fotos preiswert rahmen

Sicher haben Sie auch schon mal darüber nachgedacht, wie denn ein Foto schön und doch preiswert gerahmt werden kann. Wir jedenfalls immer dann, wenn wir mal wieder eine Ausstellung planen. Die Budgets sind meist knapp und eine Ausstellung kostet sowieso schon genug. Anfahrt, Aufbau, Hängeutensilien, Rahmen, Fotoabzüge und Werbematerial fallen mindestens an. Doch auch bei nur einem Bild überlegt man schnell, ob es denn nicht auch was Günstiges sein kann, wenn es denn schon mit Rahmen sein muss. Doch ein Rahmen muss immer sein, finde ich und meine Frau auch, sonst ist es ja ein Poster, das mit Heftzwecken an die Wand gepinnt wird.

Dabei gilt es jedoch ein paar Kleinigkeiten zu beachten, um nicht nach kurzer Zeit Schimmel oder Newtonringe hinter Glas zu haben. Newtonringe? Das sind keine Ringe für unsere Finger, sondern die bilden sich bei Feuchtigkeit, sehen oft aus wie ein Regenbogen – also in allen Farben verlaufend – und entstehen bei ganz engem Kontakt von glatten Fotopapieren und Glas. Und da sehen wir schon, das glänzende Fotopapiere mit ihren besonders glatten Oberflächen für die Rahmung direkt hinter Glas, also auch ohne Passepartout, das auch für einen Abstand zwischen Fotopapier und Glas sorgt, nicht so geeignet sind.

Wenn schon Fotopapier, dann bitte eines mit einer leichten Strukturoberfläche. Pearl oder Luster zum Beispiel eignen sich gut, weniger gut satin und matt, denn die haben zwar eine fast matte Oberfläche, doch die ist wieder so glatt, das sich auch hier zwischen Glas und Papier Feuchtigkeit sammeln kann. Und da Fotopapier immer einen Kunststoffanteil hat, kann die Feuchtigkeit auch nicht durchs Papier verdunsten. So entstehen Newtonringe. Und wo Feuchtigkeit ist, ist Schimmel nicht weit. Irgendwann bildet sich fieser Schimmel und nach längerer Zeit ist der auch sichtbar. Dann ist es meist zu spät für die Fotografie, denn abwischen – feucht oder trocken – hinterlässt auf der empfindlichen Oberfläche von Fotopapieren mehr oder weniger Schäden, das Foto wird unansehnlich oder die Farbschicht löst sich gar.

Ich benutze inzwischen ausschließlich Fotopapiere mit der Oberfläche Luster. Die Oberfläche hat eine ganz feine Struktur, die die Schärfe im Bild nicht beeinträchtigt und dafür sorgt, dass das Foto hinter Glas nur ganz kleinen Kontaktflächen mit dem Glas bildet. Die Struktur lässt gleichzeitig Luft zirkulieren, sodass Feuchtigkeit abdunsten kann. Das ist wichtig, damit die Feuchtigkeit sich nicht festsetzen kann und das Foto trocknet.

Wer es besser möchte, der verwendet matte Natur- oder Künstlerpapiere. Das Papier besteht nur aus Zellstoff – Papier, ist gänzlich ohne Kunststoffe. Die matte, oft leicht strukturierte Oberfläche bildet nur kleine Kontaktflächen, die Feuchtigkeit kann aber auch durch das Papier diffundieren. Ideal. Solche Papiere sind bei mir das Epson Enhanced matte Paper und das Epson Hot Press Bright Papier. Aber auch die meisten Barytpapiere sind so aufgebaut. Zum Beispiel das Epson Traditional Photo Paper.

Die Krönung für jede Fotografie bleibt aber die Rahmung mit Passepartout. Der Passepartoutkarton ist meist 1 bis 2 mm stark und gewährleistet, dass das Foto immer genau mit diesem Abstand zum Glas gehalten wird und weder Feuchtigkeit noch Schimmel eine Chance haben.

Wenn nun der Bilderrahmen selbst noch etwas dazu beiträgt, das sich Feuchtigkeit nicht dauerhaft darin festsetzen kann, umso besser. Wir verwenden für Ausstellungsbilder gerne bessere Rahmen von Halbe, Nielsen-Bainbridge oder im aktuellen Fall die von Max Aab. Letztere gefallen mir im Moment am Besten, weil nicht so teuer, aus Holz und mit einer dicken, steifen Rückwand aus Pappe versehen, die die abziehende Fechtigkeit garantiert nicht aufhält.

Sie möchten so etwas mal probieren? Dann schauen Sie doch mal auf mein Angebot Fotoposter im Holzrahmen. Da bekommen Sie genau das richtige Papier und der Bilderrahmen ist von Max Aab.

Unsere Fotografien, die wir im eigenen Shop präsentieren, sind übrigens allesamt auf dem Künstlerpapier Epson Hot Press Bright gedruckt, ohne Passepartout im Max Aab Bilderrahmen gerahmt. Das matte Naturpapier hat ein angenehmes Papierweiß, nicht so strahlend wie Fotopapiere oft sind. Das Epson Hot Press Bright ist für die Digigraphie zertifiziert – also Haltbarkeit in Farbe mindestens 60 Jahre und in Schwarzweiß mindestens 100 Jahre, wenn mit einem Epson Pro Drucker gedruckt wurde. Und damit das Bildmotiv nicht im Rahmen eingeklemmt wird, haben wir einfach um das Motiv unbedruckte Fläche gelassen. Das sieht aus wie mit Passepartout, ist aber ohne. Als Aufwertung haben wir Titel und Urheber unter die Fotografie eingedruckt. Wir sind zufrieden und finden, das sieht wertig aus.